Manuela Burghoff

Schwarz ist die Nacht, kalter Nebel hüllt mich ein.
Kein Mondlicht am Himmel erhellt meine Pein.
Graue Schleier, dunkle Wege liegen offen vor mir,
doch um sie zu betreten brauch ich Hilfe von dir.

Ich friere, ich zitter, doch der Weg ist noch weit.
In der Stille der Wälder winkt nur Einsamkeit.
Warum bin ich allein in dieser lautlosen Welt?
Dein Schweigen verletzt, erdrückt mich und quält.

Warum muss es so kommen – warum immer ich?
So ein grausames Leben versteh´ ich nicht.
Dieser tiefe, machtlose und brennende Schmerz
Zieht mich herunter und bricht fast mein Herz.

Wo ist ein Ausweg aus diesem trostlosen Leben?
Wer kann mir Frieden und Hoffnung geben?
Wozu gibst du etwas und nimmst es dann wieder?
Diese Fragen durchbohren all´ meine Glieder.

Ich wag´ einen Blick, heb die Augen hinauf
Und im selben Moment tut der Himmel sich auf.
Zerrissen sind die Schleier von stärkerer Macht
Und ich seh´ einen kleinen, funkelnden Stern in der Nacht.