Martin Badde

Herbst

Das Sommerlicht, schwindet
Schwere Süße, ausgewachsen
Alles reif
Die Tage werden kürzer
Grün verlässt die Blätter
Farben entstehen, dem Herbstgrau entgegen

Bis zum Fallen
Noch zu Beginn
Die Ernte eingefahren
Alles Kahl, so wird es Winter.

 

Die Kraft des Verborgenen

Das Unsichtbare zeigt sich unerkennbar.
Es verlang nach Bergung.
Ohne dies sein Eigenleben führt...
Schätze, die keinen Wert besitzen,
Wertloses, sich als kostbar zeigt,
sei es noch so tief vergraben
in vergangener Zeit,
es will gesehen werden und erkannt

Bergung
Blut, Schweiß und Tränen kostet.
Die Energie eingeschlossen und gebunden
ist die Kraft, die du verlierst.
Falsche Deutung möglich
kommt es nicht ans Licht
Manches nach so langer Zeit
versteinert ist.

Sehen wollen und erkennen wollen
-das nötige Werkzeug für die Bergung ist
Fällt das Licht auf das Verborgene
ändert sich die Sicht.
Die Kraft und Energie die dort gebunden
jetzt erst sich lösen lässt.
Was als unmöglich schien,
sich jetzt als Möglichkeit zeigt.

Leichtigkeit Schwere ersetzt
Gebundenes wird frei!
Dunkles seinen Schrecken verliert
So wird es hell in dir
und Du wirst
wer Du bist!

 

Getroffen

Zwei Augen
Ein Blick

Unbewaffnet
Kein Schutz

Getroffen

Tiefgründige ergseen
Feuerspeiende Vulkane

Tief im Innern bewegt
Ein Schauen
Eingebrannt für immer